"Ich denke nicht, dass es die Natur selbst ist, die Kolé beeinflusst, sondern eher, dass Kolé mit ihrem eigenen Wesen, die Natur beeinflusst. Die Oberfläche der Leinwand ist bearbeitet wie unkultiviertes Land, das einladend zu gestalten ist, damit man der Verführung, sich den ersten gesprenkelten Gesten hinzugeben, nicht widerstehen kann. Und plötzlich wächst und gedeiht alles; der Vierjahreszeiten-Garten, manchmal schlicht, manchmal üppig, muss gebändigt werden. Manchmal sieht man dort Pflanzen, denen nur noch das Sprachvermögen fehlt; auch kann man Besucher in Gestalt von Seelen dort entdecken. Das kann in ein Feuerwerk von Fülle und Dichte münden, das uns von der Großzügigkeit erzählt, mit der uns die Künstlerin eine ästhetische Lehrstunde von Einfühlsamkeit erteilt." P. M. Brisson
"Mit Mylène Kolé ist ein vitales, vielgestaltiges und spannungsreiches
Werk in Deutschland zu entdecken, das genug an Geheimnis bewahrt, um nicht nur
ästhetisch, sondern auch intellektuell als Herausforderung zu funktionieren.
Oder um mit Baudelaire zu enden: Sommer war gestern, Herbst ist heut gekommen,
und Abschied heißt der rätselhafte Laut."
Dr. Kai Ulrich Jürgens, Kiel
Biographie der Künstlerin
"Végétal", Mischtechnik auf Leinwand, 150 x 150 cm, 2007, © Kolé


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